Späte Nachbemerkungen zum Barcamp in Wuppertal

Posted on 3. Februar 2010

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Ich hatte mir fest vorgenommen, im neuen Jahr hier wesentlich öfter und regelmäßiger etwas zu veröffentlichen. Und kaum ist ein Monat rum, hat sich schon gezeigt, dass das alles gar nicht so einfach ist für einen vergleichsweise langsamen Tipper, wie mich. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass die nächste Wahl und der damit einher gehende Wahlkampf auch schon wieder vor der Tür steht. Und sowas wie Privatleben hat auch als Pirat ja auch noch irgendwie. 😉

Der Landesparteitag konnte ja nun nicht wie geplant fortgesetzt werden (Hintergründe dazu können bei Frank nachgelesen werden). Statt dessen traf man sich in Wuppertal dann eben zu einem spontanen Barcamp. Ich hatte noch nie bei einer solchen „Unkonferenz“ mitgemacht, war entsprechend neugierig, nicht zuletzt auch wegen der piratigen Spontanität, die dahinter steckte.

Die Zahl der Teilnehmer war vergleichsweise überschaubar (um die 40), aber dafür war neben anderen Dingen sicher nicht zuletzt das Wetter verantwortlich. Doch das konnte die Motivation derer, die da waren nicht bremsen. Im Gegenteil.

Während der ersten 1½ Stunden schloss ich mich einer kleinen Gruppe an, die noch ein wenig am Programm unseres AK Umweltpolitik feilen wollte. Dabei behandelten wir die Themen Lichtverschmutzung und intelligente Stromzähler als potentielle Programmergänzungen. Diese Gruppe fand sich auch während des zweiten Slots noch einmal zusammen, wobei wir jedoch nach kurzer Zeit zu etwas allgemeineren Gesprächen abglitten, die ich jedoch keineswegs als gänzlich unproduktiv betrachten möchte. Sie waren halt nur nicht das, was wir ursprünglich geplant hatten. Im dritten und letzten Slot nahm ich in größerer Runde an einer interessanten Diskussion zum Thema „Was ist direkte Demokratie?“ teil.

Auch in anderen Gruppen wurde natürlich fleißig gearbeitet. Auf verschiedene Weisen wurde an Satzung und Programm gearbeitet, es gab eine Gruppe, die sich mit der Motivierung von Piraten befasste, die bisher, aus welchen Gründen auch immer, nicht mitarbeiten möchten oder können und unser Moderationsheld Richard veranstaltete einen kleinen Workshop zu genau diesem Thema: Moderation von Sitzungen. Die Leute, die sich mit den Themen des AK Kultur befassten, hängten eifrigerweise sogar noch eine Stunde Arbeit dran.

Und wie immer gab es natürlich auch jede Menge interessanter Nebengespräche zu den verschiedensten Dingen, sei es nun interne Partei-Ereignisse, Erfahrungen an Info- und Stammtischen oder heiße Themen wie die Diskussion um Crews und Verbände. Letzteres wurde dann im späteren Verlauf auch Thema einer Gruppe, die sich vor diesem Hintergrund mit der Satzung befasste und schaute, wo man sie wie ändern müsste, um eine saubere Regelung zu finden, die Verbände problemlos ermöglicht.

Alles in allem ein sehr spannender, interessanter und lehrreicher Tag. Entsprechend gespannt und motiviert freue ich mich auf das nächste BarCamp schon am kommenden Sonntag in Dortmund.

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Posted in: Piraten