Opt Out und Glasmobil

Posted on 21. September 2009

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Ärgerlich, ärgerlich… gerade jetzt, wo es am wichtigsten wäre, komme ich kaum zum Schreiben. Gerade weil der Wahlkampf auf Hochtouren läuft, kann ich schreibenderweise viel zu wenig zu diesem beitragen. Hier einmal eine knappe Zusammenfassung von Donnerstag bis Samstag.

Donnerstag, 17.9:
Opt-Out-Day. Wir verteilen Opt-Out-Flyer vor dem Bürgeramt, mit denen man direkt der Datenweitergabe widersprechen kann. Positive Resonanz.
Besonders im Gedächtnis bleiben werden mir:
Ein Ehepaar, dem jemand von uns zwei Flyer mitgeben wollte, was quittiert wurde mit „Nene, einer reicht.“ Nachdem sich die beiden den Zettel während des Wartens im Amt aber durchgelesen hatten, kam der Herr recht eilig wieder heraus „Oh, ich brauche doch noch einen.“ Dieser wurde dann auch direkt vor Ort ausgefüllt und abgegeben.
Eine ältere Dame, die erst gar keinen Flyer haben wollte stutzte kurz, meinte dann „Ach so, von der Piratenpartei? Dann natürlich.“ und nahm ihn dankend an.
Ein junger Mann, der positiv überrascht war, Piraten zu treffen. Er hatte übers Internet vom Opt-Out-Day erfahren und sich bereits ein eigenes Formular besorgt, ausgefüllt und mitgebracht. Er überlegt, beim Stammtisch vorbeizuschauen.
Zwei junge Kerle, die jetzt mal genau wissen wollten, wer die Piraten eigentlich sind und die sehr dankbar waren, dass ihnen auch endlich jemand das System mit den zwei Stimmen bei der Bundestagswahl vernünftig erklären konnte.

Anschließend ging es weiter zum Stammtisch. Dort hauptsächlich organisatorisches zum Wochenende.

Freitag, 18.9.:
Ab 18:00 Infotisch vor der Volme-Galerie. Ca. 19:40 Ankunft des gläsernen Mobils am Infotisch. Angenehm viel Resonanz für einen Freitag Abend. Diskussionen und Gespräche mit Neugierigen bis tief in die Nacht. Eine Dame begrüßte uns überschwänglich als einzig wirklich wählbare Partei und eine junge Frau kam gleich zweimal (einmal allein, einmal mit „Anhang“) und scheint zu überlegen, beim Stammtisch vorbeizuschauen.
Das gläserne Mobil ist ein echter Hingucker und Blickfang. Es stieß auf viel Begeisterung. Leider musste das Übernachten im Mobil ausfallen, weil die Ablösung kurzfristig ausfiel, so dass wir „irgendwann nach 3:00“ erst einmal dicht machten. Aber bis dahin war die Aktion ein voller Erfolg.

Samstag, 19.9.:
Nach einem sehr kurzen Rest der Nacht wieder raus aus den Federn und ab zum Mobil. Ab 9:00 nochmal Infotisch für zwei Stunden. Zwischenzeitlich wurden wir argwöhnisch aus einiger Entfernung aus einem Fahrzeug der Grünen Jugend heraus beobachtet. Dann packen und zusammen mit dem Mobil ab nach Wuppertal zum Treffen der Generationen. Schöne Veranstaltung mit interessanten Vorträgen, die ich aber nur zu einem kleinen Teil mitbekam. Zwischendurch immer mal wieder versucht, in der Wuppertaler Fußgängerzone Flyer und Einladungen unter die Leute zu bringen. Nebenbei natürlich auch das ein oder andere Gespräch mit anderen Piraten. Nach Anbruch der letzten Kraftreserven dann Heimfahrt und nichts wie ab ins Bett.

Ich hab mir dann erstmal ausgiebig Schlaf und den Sonntag über ein wenig Ruhe gegönnt.

Das Wochenende davor war mit „Freiheit statt Angst“ übrigens mindestens genauso spannend und anstrengend. Leider habe ich es nicht geschafft, eine ausführliche Nachbetrachtung des Demo-Wochenendes in die Tasten zu hauen. Wie gesagt: ärgerlich, ärgerlich…

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Posted in: Piraten