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	<title>Piratenleben</title>
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	<description>Ein Piratenblog aus NRW</description>
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		<title>Piratenleben</title>
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		<title>Wie es im Hagener Stadtrat zugeht &#8211; Von Bürgerunmut, GO-Anträgen und dem großen Ärgernis Sozialticket</title>
		<link>http://cspecht.wordpress.com/2011/10/08/wie-es-im-hagener-stadtrat-zugeht-von-burgerunmut-go-antragen-und-dem-grosen-argernis-sozialticket/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 15:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Eines vorweg: Ich habe mit Kommunalpolitik eigentlich nicht viel am Hut. Das haben andere Hagener Piraten wesentlich besser drauf und die sind da auch eine ganze Ecke besser informiert, als ich. Dennoch tat ich, was ich eigentlich schon längst mal hätte tun müssen, und besuchte die Sitzung des Hagener Stadtrates am vergangenen Donnerstag. Hauptsächlich, um [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1311&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Eines vorweg: Ich habe mit Kommunalpolitik eigentlich nicht viel am Hut. Das haben andere Hagener Piraten wesentlich besser drauf und die sind da auch eine ganze Ecke besser informiert, als ich.</p>
<p style="text-align:justify;">Dennoch tat ich, was ich eigentlich schon längst mal hätte tun müssen, und besuchte die Sitzung des Hagener Stadtrates am vergangenen Donnerstag. Hauptsächlich, um mal zu sehen, wie es da zugeht. Dabei gab es ein wenig was zu schmunzeln, einiges zu wundern und ein sehr großes Ärgernis.</p>
<p style="text-align:justify;">Bedauerlicherweise hatte ich mich nicht intensiv vorbereiten können und auch die Tagesordnung nur überflogen. Das in Verbindung mit der Tatsache, dass man von der Besucherempore den Ratssaal nie vollständig sehen kann (was noch durch ein suboptimales Geländer auf Sitz-Augenhöhe verstärkt wird), und dass ich ne Weile brauchte, bis ich einigermaßen raus hatte, wer denn da unten nun wo saß, konnte das ganze zwischendurch auch mal etwas verwirrend werden lassen. Ich hoffe, dass ich dennoch alles einigermaßen vernünftig zusammen bekomme.</p>
<p style="text-align:justify;">Sowohl Besucherempore als auch der Ratssaal selbst waren gut besucht. Keine Ahnung, ob das immer der Fall ist oder ob es daran lag, dass es die erste Sitzung nach der Sommerpause und zudem noch Besuch anwesend war. Und worauf achtet ein Klischeepirat als erstes, wenn er seinen Blick über den Saal streifen lässt? Genau: Auf die Anzahl der Klapprechner. Derer gab es gerade mal zwei. An einem arbeitete die Protokollantin und der andere gehörte einer jungen Dame von der FDP. Sehr ungewohnt für jemanden, der von Piratenveranstaltungen ein anderes Bild gewohnt ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Anwesend war auch eine Delegation aus der Partnerstadt Smolensk, angeführt vom stellvertretenden Oberbürgermeister, deren Begrüßung als erstes anstand. Beide Bürgermeister erzählen, wie sehr man sich über das Zusammenkommen freut und dass man ja viele gemeinsame Projekte geplant habe, es werden Witzchen gemacht, es wird gelacht, es wird applaudiert, Delegation bricht wieder auf, es kann losgehen mit der Tagesordnung.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Einwohnerfragestunde</h3>
<p style="text-align:justify;">Erster Punkt einer jeden Ratssitzung ist die Einwohnerfragestunde, bei der jeder Einwohner Fragen an den Bürgermeister und den Rat richten kann.</p>
<p style="text-align:justify;">Drei Einwohner meldeten sich mit Fragen zu Wort. Beim ersten hat wohl wirklich keiner verstanden, worum es ihm eigentlich ging, außer, dass der OB zurücktreten solle, der zweite äußerte seinen Unmut über das Hagener JobCenter und Mangelhafte Konsequenzen für Fehlverhalten der dort Angestellten, der dritte ärgerte sich über einige Dinge bezüglich der Straßenreinigung. Allen drei gemein war, dass sie meines Erachtens viel zu schnell und leichtfertig abgebügelt wurden. Zeit für wesentlich mehr wäre durchaus drin gewesen. Insbesondere im Falle des zweiten Fragestellers hätte ich mir aufgrund persönlicher Erfahrungen eine intensivere Beschäftigung des Rates mit der Problematik gewünscht.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Anfragen</h3>
<p style="text-align:justify;">Der nächste interessante Punkt waren die Anfragen der Fraktionen. Man darf sich nun nicht vorstellen, dass man da vor Ort nochmal genau erfährt, worum es in den Anfragen ging und wie die Antwort aussieht. Das geht mehr &#8222;Wir haben ihnen die Antwort zugeschickt. Sind sie damit zufrieden?&#8220;. Interessant wurde es dadurch, dass die Fraktion Hagen Aktiv eben nicht zufrieden mit ihren erhaltenen Antworten war und entsprechenden Unmut äußerte.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie viel Geld die Stadt für externe Gutachten ausgibt. Die Antwort des OB darauf lautete Sinngemäß, dass das eigentlich niemand weiß und es sich dabei um so viele Gutachter und Gutachten handele, dass es viel zu lange dauere, das rauszufinden. Äh, ja, ich kann durchaus nachvollziehen, wenn hier weiterer Klärungsbedarf gesehen wird.</p>
<h3 style="text-align:justify;">GO-Antrag!</h3>
<p style="text-align:justify;">Kurz darauf, es müsste TOP 4.2 gewesen sein, ergab sich ein recht herrliches Zwischenspiel (zumindest aus Piraten-Sicht):</p>
<p style="text-align:justify;">Kaum beim Punkt angelangt, hebt ein Mitglied der Fraktion der Grünen beide Arme. GO-Antrag. Der Grüne beginnt eine längere Ansprache und ich höre den ersten FDPler zischen &#8222;Das ist kein GO-Antrag!&#8220;. Der Grüne lässt sich nicht beirren und redet weiter. Ganz ehrlich: ich habe keine Ahnung, was der Mensch da erzählt hat. Ich war schon an der Stelle zu sehr damit beschäftigt, still in mich hinein zu kichern.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach ein wenig Geplänkel schlägt der OB vor, die Angelegenheit, wie man es offenbar eh vorhatte, zu verschieben. Neinnein, die Grünen bestehen auf Abstimmung zum GO-Antrag, der nach Ansicht der FDP gar keiner ist. Aus Reihen der CDU wird geäußert, man könne gar nicht darüber abstimmen denn entweder sei der Antrag&#8230; oder er sei&#8230; ja, was weiß denn ich, ich bekomme schon längst nix mehr mit. Der OB zieht die Notbremse und unterbricht die Sitzung für zehn Minuten um zu klären, wie nun weiter verfahren werden muss. Ich bin dankbar, denn ich kann mich kaum noch hindern, los zu prusten und die Leute neben mir fragen sich wahrscheinlich schon, warum ich die ganze Zeit so bescheuert grinse.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Die Sache mit dem Sozialticket &#8211; das große Ärgernis</h3>
<p style="text-align:justify;">Der große Rest der Tagesordnung wurde größtenteils recht fix abgehakt. &#8222;Wir kommen zu Punkt X.X. Ich sehe keine Wortmeldungen. Gibt es Gegenstimmen? Enthaltungen? Dann so angenommen.&#8220;.</p>
<p style="text-align:justify;">Von gewisser Faszination war der TOP 5.4 &#8222;Schenkung eines Bildes des Hagener Künstlers Uwe Will&#8220;. Sinngemäß meinte der OB dazu: &#8222;Wir haben ein Bild geschenkt bekommen. Das ziert jetzt mein Amtszimmer. Stimmen wir nun darüber ab, diese Schenkung anzunehmen.&#8220;. WTF&#8230; sollte das nicht eigentlich in einer anderen Reihenfolge ablaufen?</p>
<p style="text-align:justify;">Wortmeldungen gab es äußerst selten. Diskussionen noch weniger.</p>
<p style="text-align:justify;">Die ganz große Ausnahme war der TOP 5.8 mit der Bezeichnung &#8222;Einführung eines Sozialtickets in Hagen&#8220;. Klingt klasse aber täuscht, denn es ging dabei gar nicht um die Einführung eines solchen Tickets, sondern darum, eine solche ausdrücklich abzulehnen.</p>
<p style="text-align:justify;">Für die an Details nicht interessierten: es gab eine langwierige Diskussion, gefolgt von einer auf Antrag der Grünen geheimen Abstimmung, die zu Gunsten der Vorlage und damit gegen das Sozialticket ausfiel.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Details jedoch machen das ganze zu einem gewaltigen Ärgernis (das ist noch sehr euphemistisch formuliert) und es lohnt sich, da ein wenig auszuholen.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat beschlossen, testweise ein Sozialticket einzuführen. Dies ist ein zeitlich begrenztes Pilotprojekt. das bis zum 31.12.2012 läuft. Im Rahmen dieses Pilotprojektes haben Empfänger von Sozialleistungen die Möglichkeit, für 29,90€ ein Ticket für Bus und Bahn zu erwerben, dessen Leistungsumfang dem eines Ticket 1000 der Preisstufe A entspricht. Ein solches Ticket kostet für Hagen normalerweise monatlich einzeln 61,10€ oder im Abo 52,44€. Das Land NRW bezuschusst dieses Pilotprojekt landesweit in 2011 mit 15 Mio € und 2012 mit 30 Mio €.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun kann es natürlich sein, dass solche Zuschüsse nicht reichen und der Stadt kosten entstehen könnten und eine entsprechende Zahl kursierte auch im Vorfeld: das Sozialticket würde die Stadt 500.000€ kosten. Dies war dann auch die Zahl, um die sich die ganze langwierige Diskussion drehen sollte: kann, soll, will oder muss sich Hagen diesen Betrag leisten?</p>
<p style="text-align:justify;">Doch wie kam man überhaupt auf 500.000€?</p>
<p style="text-align:justify;">Es wird geschätzt (ja geschätzt; nicht mal das weiß man in Hagen genau), dass es ca. 33.000 Sozialticket-berechtigte Einwohner gibt, von denen ca. 14-16% von diesem Angebot Gebrauch machen würden. Irgendwie kam davon ausgehend der VRR auf einen durch die Stadt auszugleichenden Betrag zwischen 250.000 und 400.000 €. Die Hagener Straßenbahn hat offenbar daraufhin gesagt &#8222;Hey, da gibt es ein Paar unsichere Faktoren. Sagen wir lieber gleich 500.000.&#8220;.</p>
<p style="text-align:justify;">Von Seiten der Sozialticket-Gegner, einer breiten Front von CDU, SPD und FDP, wurde die Diskussion auf extrem dreist-dämliche Weise geführt. Die Argumentation sah etwa wie folgt aus:</p>
<p style="text-align:justify;">Durch das Sozialticket entstehen Mindereinnahmen von 500.000 € (man tat so, als sei das ein ganz fixer und gesicherter Betrag). Diese müssten durch die Stadt ausgeglichen werden. Außerdem (wohlgemerkt: nicht andernfalls) müssten dann die Fahrpläne weiter ausgedünnt werden. Das könne sich die Stadt nicht leisten und weniger Busse seien ja nun alles andere als sozial gerecht. Man ging sogar soweit, zu äußern, wenn nun alle ein Sozialticket wollten, gebe es ja lange Schlangen und man müsste beim Ticketkauf 20 Minuten warten. Das ginge ja nun wirklich nicht&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Auf die Idee, dass letzteres nur der Fall sein könnte, wenn man massiv Neukunden dazu gewänne (welche möglicherweise sogar Mehreinnahmen bedeuten würden), kam im ganzen Saal niemand.</p>
<p style="text-align:justify;">Sollten Leser bereits das Bedürfnis haben, mit seiner Stirn auf der Tischplatte rumzuhämmern: Abwarten, es kommt noch &#8222;besser&#8220;.</p>
<p style="text-align:justify;">In dem entsprechenden Antrag, das Sozialticket abzulehnen, ging es tatsächlich gar nicht darum dass sich die Stadt 500.000€ Kosten dafür nicht leisten könne. Hier lautete die Begründung sinngemäß wie folgt:</p>
<p style="text-align:justify;">Tatsächlich haben wir nicht die geringste Ahnung, was uns das kosten würde und es kann ja sein, dass zu viele Städte mitmachen und wir deshalb viel zu wenig Zuschuss bekommen. Außerdem weiß ja keiner, wie es nach 2012 mit dem Ticket weitergehen soll.</p>
<p style="text-align:justify;">Hallo?! Genau das herauszufinden ist ja der Sinn dieses Pilotprojektes.</p>
<p style="text-align:justify;">Warte mit dem Kopf und dem Tisch. Das beste kommt erst noch.</p>
<p style="text-align:justify;">Gegen Ende der öffentlichen Sitzung befasste man sich noch mit einem Punkt der in der ursprünglichen TO nicht auftauchte. Er war zu Beginn der Sitzung hinzugefügt worden: &#8222;5.28 &#8211; Verwendung der Sparkassenspende 2011&#8243;&#8230;</p>
<p style="text-align:justify;">Die Sparkasse hat der Stadt 2 Millionen € gespendet. Zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke. Auch diese Spende war komplett verplant, bevor man sie überhaupt angenommen hatte. Für alles mögliche, nur nicht fürs Sozialticket.</p>
<p style="text-align:justify;">2 Millionen. Vier Jahre Sozialticket (unter der Annahme, dass an den 500.000 € tatsächlich was dran ist). Und die Sparkasse spendet offenbar jedes Jahr.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Geld war da. Man hat sich nur geweigert, es für das Ticket zu verwenden.</p>
<p style="text-align:justify;">Führen Sie nun nach Belieben Kopf und Tischplatte einander zu.</p>
<h3 style="text-align:justify;">Fazit:</h3>
<p style="text-align:justify;">Das ganze war ein sehr lohnenswerter Besuch. Ich habe einiges gelernt und durch bloßes Zuschauen so manches erfahren, was niemals in einer Zeitung stehen würde. Das wichtigste davon: Im Stadtrat ist man noch planloser als selbst bei den schlimmsten Piratenveranstaltungen und diese Stadt ist verdammt reif für piratige Politik.</p>
<p style="text-align:justify;">Das war nur ein erster Besuch. Sozusagen ein eigenes Pilotprojekt. Die Hagener Piraten planen, Ratssitzungen in Zukunft regelmäßig zu besuchen und wir werden uns bemühen, sowohl live als auch im Anschluss ausführlich zu berichten. Und für die Fragestunde drängen sich nach diesem Mal schon einige sehr interessante Dinge auf&#8230;</p>
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		<title>Naturkinder</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 21:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mutter ist in heller Aufregung als ihr Kind sich einem Tier nähert. &#8222;Bleib da weg, das sticht!&#8220; Ich blicke auf und schaue, worum es geht. &#8222;Ach das ist Quatsch, die können doch gar nicht stechen&#8220; entfährt es mir, was die besorgte Mutter nicht beruhigen kann: &#8222;Stechen vielleicht nicht, aber beißen tun die!&#8220; &#8211; &#8222;Äh&#8230; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1300&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Die Mutter ist in heller Aufregung als ihr Kind sich einem Tier nähert. &#8222;Bleib da weg, das sticht!&#8220; Ich blicke auf und schaue, worum es geht. &#8222;Ach das ist Quatsch, die können doch gar nicht stechen&#8220; entfährt es mir, was die besorgte Mutter nicht beruhigen kann: &#8222;Stechen vielleicht nicht, aber beißen tun die!&#8220; &#8211; &#8222;Äh&#8230; nein, die sind völlig harmlos.&#8220; &#8211; &#8222;Sagst Du, aber ich habe anderes gehört!&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Ja, sage ich. Und wer es nicht glaubt, darf es gerne nachschlagen: Libellen sind völlig harmlos.</p>
<p style="text-align:justify;">Situationen wie diese erlebt man zwar nicht täglich, aber für mich gehören sie zu jedem Sommer. Meine Eltern haben einen Kleingarten in dem ich im Sommer gerne Zeit verbringe, sei es, um bei der Gartenarbeit mit zu helfen, um in der Sonne zu liegen, oder in Ruhe zu lesen oder (wie gerade jetzt) zu schreiben. Wenn junge Eltern mit Kindern zu Besuch sind, die selbst nicht das Glück haben einen Garten zur Verfügung zu haben, und auch häufig mit sehr wenig Kontakt zur Natur aufgewachsen sind, kann sich immer wieder eine derartige Situation ergeben.</p>
<p style="text-align:justify;">Das lässt mich schon lange darüber grübeln, wie wenig Kontakt zur Natur und wie wenig Wissen darüber noch bei jungen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern vorhanden sind. Ich nehme mich selbst davon nicht aus. Auch wenn ich mich gerne im Garten aufhalte und auch oft Streifzüge durch die Wälder der Umgebung unternehme, Wird es schon problematisch, wenn ich Bäume auseinanderhalten soll. Eiche und Kastanie erkenne ich noch ziemlich sicher, dann hört es aber auch schon auf. Auch die Blumen im Garten sind zunächst einmal einfach nur Blumen. Sie jenseits ihrer Farben auseinander zu halten ist mir schwer bis unmöglich.</p>
<p style="text-align:justify;">Dennoch habe ich durch ständigen Naturkontakt seit Kindertagen Vorzüge genossen, die aktuell vielen Jugendlichen verwehrt bleiben. So haben zum Beispiel 2/3 der aktuell jugendlichen nie einen Schmetterling oder Käfer auf der Hand gehabt.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Zahl stammt aus einer aktuellen Folge der Radiosendung IQ &#8211; Wissenschaft und Forschung des Senders Bayern 2, die sich unter dem Titel <a href="http://www.br-online.de/bayern2/iq-wissenschaft-und-forschung/iq-kinder-natur-justina-schreiber-ID1272459231255.xml">&#8222;Kinder und Natur &#8211; Wenn Kindern echte Naturerlebnisse fehlen&#8220;</a> intensiv mit dieser Problematik auseinandersetzt.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://www.br-online.de/bayern2/iq-wissenschaft-und-forschung/podcast-kinder-natur-ID1307695243376.xml">Die Sendung</a> ist sehr hörenswert und interessant (das ist IQ grundsätzlich; absolute Podcast-Empfehlung) aber erscheint mir recht voreilig oder zumindest unpräzise bei der Erforschung der Ursachen. Schon in den einleitenden Farmville-Beispielen wird recht klar, was man hier als Hauptursache, wenn nicht gar einzige Ursache, vermutet, auch wenn es in der Sendung als ganzes nie in aller Deutlichkeit so gesagt wird: die Verlockungen der modernen Medien, allen voran das Internet sind schuld.</p>
<p style="text-align:justify;">Man könnte sehr leicht geneigt sein, solchen Vermutungen zuzustimmen. Schnell drängt sich das Bild träger Jugendlicher auf, die den ganzen Tag vor ihren Rechnern sitzen und völlig verkümmern. Auch in anderen Zusammenhängen wird ja gerne auf dieses Bild zurückgegriffen. Damit macht man es sich jedoch allzu einfach, nicht zuletzt auch deshalb, weil dieses Bild so nicht stimmt.</p>
<p style="text-align:justify;">Vor kurzem veröffentlichte das ifo-Institut München eine <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/e-pr/e1pz/_generic_press_item_detail?p_itemid=15853279">Untersuchung zum jugendlichen Sozialverhalten</a>. Das für einige sicher überraschende Ergebnis:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">&#8230; zusammen mit den ifo-Wissenschaftlern Stefan Bauernschuster und Oliver Falck zeigt Wößmann in der neuen Studie, dass schnelles Internet zu Hause die sozialen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen im Durchschnitt positiv beeinflusst. Sie gehen häufiger Gruppenaktivitäten außerhalb der Schule nach wie z. B. dem Besuch von Sportvereinen, Musik- oder Gesangsunterricht oder Jugendgruppen. Auch die Beteiligung an verschiedenen AGs in der Schule nimmt nicht ab.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Es scheint also so zu sein, dass im Internet aktive Kinder und Jugendliche im Durchschnitt auch anderweitig aktiver sind. Damit kann dem Internet aber auch nicht mehr die Schuld an mangelndem Naturerleben geben.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf der Suche nach den Ursachen kann man die &#8222;Schuldfrage&#8220; aber auch nicht beim naturentfremdendem Stadtleben suchen, wenn sich zeigt, wie in der Radiosendung angeführt, dass Kinder und Jugendliche nicht einmal dann in die Wälder gehen, wenn diese ganze fünf Minuten von der Haustür entfernt sind. Haben wir es vielleicht jenseits des Internets mit einem Überangebot an realweltlichen Alternativen zu tun, die für Kinder einfach spannender sind, als die Erkundung der Natur? Vielleicht teilweise, aber grundsätzlich wird sich eher über einen Mangel an Angeboten für Kinder und Jugendliche beklagt und wo es sie gibt, beklagt man sich, dass sie nicht ausgiebig genug genutzt werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Betrachten wir einmal die möglicherweise beliebteste Jugend-Aktivität oder besser Nicht-Aktivität: das &#8222;Abhängen&#8220; oder &#8222;Chillen&#8220; oder wie auch immer das aktuell genannt wird. Dies ist kein neues Phänomen, auch wenn wir das vielleicht gerne meinen. Jugendliche hängen rum. Das war wahrscheinlich schon immer so. Zu allen Generationen und zu allen Zeiten. Aber wo tun sie das? Warum wird diese gezielte Nicht-Aktivität überall praktiziert nur allzu oft eben nicht in der Natur? Warum ist Natur bestenfalls als Kulisse beliebt und interessant wird aber bei tatsächlichen Aktivitäten weitestgehend gemieden?</p>
<p style="text-align:justify;">Das war nicht immer so. In zumindest meiner Vorstellung (und ich denke, ich bin da nicht alleine) sollte dieses Abhängen z.B. im 18. und 19.Jahrhundert in der Natur stattgefunden haben. Dies entspräche unseren romantischen Vorstellungen unter anderem auch von der Romantik genannten Epoche. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit auch da Natur bevorzugt lediglich Kulisse war.</p>
<p style="text-align:justify;">Ohne soweit zurückgehen zu müssen erinnere ich mich an meine eigene Kindheit und Jugend. Zahlreiche Wochenenden und vor allem auch Ferien wurden auf einem Campingplatz verbracht, den meine Eltern später zu Gunsten eines Kleingartens aufgaben. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass wir Kinder dabei auch mal stundenlang alleine im Wald herumwanderten. Oder auch mal zu Bauernhöfen in der Nähe gingen und wenn der Bauer gut drauf war durften wir uns im Stall Küken oder Ferkel anschauen. Ohne, dass die Eltern wussten, wo wir waren. Ohne, dass wir Telefone dabei hatten. Und ohne, dass irgendwer sich wegen irgendetwas dabei Sorgen machte. Was ist seitdem passiert?</p>
<p style="text-align:justify;">Tatsächlich, so meint im Radiobeitrag der Erziehungswissenschaftler Ulrich Gebhard, konnte sich ein positives Naturerleben erst entwickeln, als der Mensch die Natur zähmte und keine Angst mehr vor ihr zu haben brauchte.</p>
<p style="text-align:justify;">Daran hat sich jedoch grundlegend meines Erachtens nichts geändert. Die Natur ist gezähmter denn je. Dennoch tauchen neue Ängste auf. Der Wald, das ist der Ort, an dem böse Männer und tödliche Zecken lauern. An jeder Ecke können Unfälle oder sonstwas passieren. Das ist kein Problem der Kinder und Jugendlichen. Es ist vielmehr ein Problem der Eltern. Überbesorgte Eltern, denen auch die Natur fremd ist, sind es, die maßgeblich dazu beitragen, echte Freude an der Natur und echtes Naturerleben bei Kindern gar nicht erst entstehen lassen. Stundenlange Streifzüge allein durch die Wälder, wie wir sie damals auf dem Campingplatz unternahmen? Heute undenkbar. Sich von einem unbekannten Bauern mit Ferkeln und Küken in den Stall &#8222;locken&#8220; lassen? Oh mein Gott, der könnte ja wer weiß was tun!</p>
<p style="text-align:justify;">Die Ursachen dafür können wir nicht bei modernen Medien und unausgewogenen Jugendangeboten suchen. Die Grundsteine dafür wurden bereits gelegt, als es keine Heim-PCs, keine Mobiltelefone, weniger Jugendangebote und ganze zwei Fernsehsender mit Sendeschluss (ja, früher wurde nicht rund um die Uhr gesendet) gab. Ich vermag sie nicht schlüssig auszumachen.</p>
<p style="text-align:justify;">Teilweise gebe ich einem meiner Lieblingsopfer die Schuld: dem Bildungssystem. Nehmen wir mein einführendes Libellen-Beispiel: dass Libellen stechen oder beißen ist ein genauso hanebüchener wie sich hartnäckig haltender Mythos, der quer durch alle Altersgruppen geglaubt und verteidigt wird. Warum schafft es Biologie- und Naturkunde-Unterricht nicht, mit solchem und vergleichbarem Unsinn aufzuräumen? Da muss seit Generationen was im Argen liegen. Ich weiß auch nicht, wie aktueller Naturkundeunterricht aussieht und wie er an anderen Schulen &#8222;zu meiner Zeit&#8220; aussah, aber aus meiner Schulzeit erinnere ich mich an ganz genau eine Exkursion im Freien während des Biologie-Unterrichtes. Wahrscheinlich waren es im Laufe der Jahre sogar zwei oder drei, aber bei meinem Mangel an Erinnerungen daran können sie weder prägend noch einprägsam gewesen sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei ist es bei weitem nicht so, dass ich mich nicht dafür interessiert hätte. Im Gegenteil, Interesse und Neugier diesbezüglich waren da Zeit meines Lebens vorhanden, doch offenbar hat es niemand geschafft, diesen fruchtbaren Boden angemessen zu beackern.</p>
<p style="text-align:justify;">Das dürfte auch bei heutigen Kindern nicht viel anders aussehen. Ich habe noch kein Kind gesehen, dass nicht interessiert gestaunt hätte, wenn man ihm einen Molch aus dem Gartenteich oder eine große Libelle aus der Nähe gezeigt hätte. Aber was hat das Kind von dieser Neugier, wenn es allein die Natur nicht erkunden darf, die Eltern aber oft auch nicht raus wollen, wenn es ständig nur erzählt bekommt, wie gefährlich alles ist?</p>
<p style="text-align:justify;">Wir belächeln gerne die deutsche Kleingartenkultur, aber genau die kann einen Teil dazu beitragen und einen Anfang machen, Abhilfe zu schaffen. Nirgendwo ist Natur gezähmter, als in einem Kleingarten, nirgendwo muss man weniger Angst haben, nirgendwo ist ein kontrollierter Erstkontakt mit Natur einfacher. Dabei geht es gar nicht einmal darum, dass es da unbedingt viel zu entdecken und zu lernen gäbe. Aber die Natur ist einfach da, gehört dazu. Ein Paar anekdotische Beispiele:</p>
<p style="text-align:justify;">Meine Mutter hatte ihr Leben lang panische Angst vor Spinnen. Im Garten stieß sie aber unvermeidbar ständig irgendwo auf diese Tierchen. Ein super Desensibilisierungsprogramm. Angst hat sie nun schon seit Jahren nicht mehr. Vor Mäusen hatte sie zwar nie vergleichbare Angst, wollte sie aber auch nicht unbedingt in ihrer Nähe haben. Vor kurzem ist nun eine Mäusefamilie im Komposter „eingezogen“. Mutter stört sich nicht nur nicht dran, sondern freut sich sogar drüber und findet sie süß.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein früherer Garten-Nachbar war Hobby-Imker und hatte tatsächlich Bienenstöcke in seinem Garten. Viele dieser Bienen versorgten sich an unserem Gartenteich mit frischem Wasser, was da an einigen Ecken für ziemliches Gewusel sorgte. Das mag sich machner vielleicht als blanken Horror vorstellen aber tatsächlich sind Bienen eigentlich recht harmlos. Lass Du sie in Ruhe lassen sie Dich auch in Ruhe. Wenn man das einmal drin hat, kann man ganz entspannt mit so etwas umgehen und die Bienen stören einen nicht weiter. Umso mehr konnten wir uns auch über den leckeren Honig freuen, den unser Nachbar gerne auch an uns verteilte.</p>
<p style="text-align:justify;">Beim Teich selbst hatten wir anfänglich den Fehler gemacht zu tun, was die meisten mit ihrem Teich tun, und Fische reingepackt. Die waren irgendwann verschwunden, weil sich ein Reiher in der Gegend gerne an der Reichhaltigen Speiseplatte der Gartenteiche bedient. Wir hätten nun tun können, was andere Teichbesitzer in der Anlage auch taten: wieder Fische reintun und Netze und oder Schnüre über den Teich spannen. Meine Eltern entschieden sich jedoch anders. Im nächsten Frühjahr entdeckten wir das erste Tier, von dem keiner wusste, was es war, und staunten: ein Molch.<br />
Der Teich ist vielleicht nicht der schönste. Er ist nicht perfekt angelegt und Seerosen und einige andere Pflanzen neigen zum Wuchern. Aber es wimmelt in ihm vor Leben. Molche dutzendfach, Köcherfliegen, große Libellenlarven denen man später dann auch beim Häuten und Flügelausbreiten zuschauen kann. Auch ein Frosch schaut hin und wieder vorbei. Und und und. Alles in allem ein gesundes Stück Natur, das schick aussieht und für jeden Besucher (gerade auch mit Kindern) zu den Highlights gehört.</p>
<p style="text-align:justify;">Hinzu kommt natürlich das ganze natürliche Drumherum. Insekten, Vögel, Kleingetier, der Kontakt mit der Erde beim Umgraben&#8230; Kleingärten sind Orte zum Wohlfühlen, in denen Natur aber, sowohl gezähmt als auch ungezähmt, mehr ist als bloße Kulisse. Der Verein meiner Eltern hofft, freiwerdende Gärten vermehrt an junge Eltern mit Kindern vermitteln zu können und ich kann ihnen aus obigen Gründen nur Erfolg dabei wünschen.</p>
<p style="text-align:justify;">So ein Garten kostet aber natürlich auch Zeit und Geld. Viele junge Familien können leider beides nicht in ausreichendem Maße aufbringen. Aber das heißt nicht, auf Naturerlebnisse und Naturerfahrungen verzichten zu müssen.</p>
<p style="text-align:justify;">Traut Euch raus mit Euren Kindern. Geht mit am Wochenende Spazieren oder Wandern, unternehmt Radtouren. Achtet dabei auch auf Angebote wie Naturerlebnispfade. Tut dies vor allem auch, wenn ihr selbst wenig oder keinen Bezug zur Natur habt. Entdeckt die Natur mit Euren Kindern zusammen.</p>
<p style="text-align:justify;">Erkundigt Euch auch für die Sommerferien nach kostengünstigen oder gar kostenlosen Tagesfahrten, die von verschiedenen Einrichtungen angeboten werden. Achtet dabei auch auf Naturerlebnisse. In meiner Heimatstadt gibt es zum Beispiel seit vielen Jahren die <a href="http://www.hagen.de/web/de/webseiten/55/55_01/55_0102/55-0102-02.html">Ferienmaus</a> über die solche Fahrten und Wanderungen angeboten werden. Mein Bruder und ich haben als Kinder bei solchen Fahrten auch in der Natur viel erlebt und immer jede Menge Spaß gehabt und unsere Eltern waren wahrscheinlich froh, die Tage über Ruhe vor uns gehabt zu haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Möglichkeiten gibt es viele.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber vor allem auch: Lasst Kindern Freiräume. Lasst sie ruhig auch mal alleine was entdecken. Habt keine Angst. Ja, die Welt da draußen ist gefährlich und vor vielem müssen Kinder beschützt werden. Aber nicht davor, Natur zu erleben. Und es ist auch völlig OK, wenn Kinder sich dabei schmutzig machen oder sich dabei kleine Blessuren holen. Herrje, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Kind mit aufgeschlagenen Knien gesehen habe. Als ich klein war musste man hingegen fast Angst vor einem Außenseiterstatus haben, wenn man im Sommer ohne mindestens einem Pflaster auf mindestens einem Knie rumlief.</p>
<p style="text-align:justify;">Nein, der Wald ist nicht voller böser Männer. Schon gar nicht abseits der Wege. Nicht jedes Tier will Euch oder Eure Kinder fressen und weder Euer Nachwuchs noch seine Kleidung ist dem Tode geweiht, wenn mal eines davon oder beides völlig verdreckt und verschlammt ist. Euer Kind wird auch weiter atmen, wenn ihr mal nicht wisst, wo es ist und was es macht. Sorgen könnt ihr Euch machen, wenn es nicht pünktlich zum Abendessen wieder da ist. Eure Ängste müssen und sollten nicht die Eurer Kinder sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber tut auch nicht das Gegenteil. Romantisiert, verklärt, vermenschlicht oder mystifiziert die Natur nicht. Da draußen herrschen nicht Frieden und Harmonie. Der Wald ist nicht voller Bambis und da sind auch keine Wiesengeister die positive Schwingungen verbreiten. Das Wasser aus der Quelle ist nicht zwingend gut und rein, nur weil es „aus der Natur kommt“ und auch, was süß und kuschelig aussieht, kann ein unangenehmer Zeitgenosse sein. Auch sterben und gefressen werden gehört zur Natur und der Förster ist nicht böse, wenn er Bäume fällt.</p>
<p style="text-align:justify;">Nehmt Natur so hin, wie sie ist und versucht auch, sie so Euren Kindern zu vermitteln. Sie ist nicht schlecht und böse. Sie ist auch nicht gut und rein. Sie ist einfach. Und so sehr wir uns auch dagegen sträuben, so weit wir uns auch von ihr zu entfernen versuchen und so wenig sie uns bewusst ist: wir gehören dazu.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/allgemeines/'>Allgemeines</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/category/wissenschaft-und-bildung/'>Wissenschaft und Bildung</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/bildung/'>Bildung</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/garten/'>Gärten</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/kinder/'>Kinder</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/natur/'>Natur</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/naturerfahrung/'>Naturerfahrung</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/naturverstandnis/'>Naturverständnis</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1300/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1300/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1300&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die eindeutige Strafbarkeit des Lesens der Guttenberg-Dissertation</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 14:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Kino.to]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, der Guttenberg hat abgeschrieben und sich seinen Doktorgrad ergaunert. So weit ein alter Hut und dass das doch eine ganze Ecke schwerer wiegt, als in der Schule ein wenig zu schummeln sollte bis auf bei ein Paar unverbesserlichen mittlerweile auch beim hinterletzten Honk angekommen sein. Ist halt kein Kavaliersdelikt sowas und der olle Gutti [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1289&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Ja, der Guttenberg hat abgeschrieben und sich seinen Doktorgrad ergaunert. So weit ein alter Hut und dass das doch eine ganze Ecke schwerer wiegt, als in der Schule ein wenig zu schummeln sollte bis auf bei ein Paar unverbesserlichen mittlerweile auch beim hinterletzten Honk angekommen sein. Ist halt kein Kavaliersdelikt sowas und der olle Gutti hat mit Recht die Konsequenzen zu tragen.</p>
<p style="text-align:justify;">Doch nun ist es an der Zeit sich mit einem Problem auseinander zu setzen, das bisher nicht eindeutig geklärt ist, aber dringend einer solchen Klärung bedarf: der strafrechtlichen Relevanz des Lesens dieses zusammenkopierten Stückwerkes.</p>
<p style="text-align:justify;">Jaja, da brauchst Du gar nicht so zu gucken: Wer liest macht sich mit schuldig. Jawollja. Man kann sogar noch weiter gehen und sagen: Hätte das Ding überhaupt niemand gelesen, dann hätte gar nicht erst ein Anreiz bestanden, wildestens zu plagiieren. Wir müssen uns also fragen, ob nicht potentielle Leser sogar einen erheblichen Hauptteil der Verantwortung tragen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es scheint da erheblich an Unrechtsbewusstsein zu mangeln und eine abschließende Klärung in Form eines Grundsatzurteiles ist sehr wünschenswert. Also: Jeder Leser der Guttenberg-Dissertation ist strafrechtlich zu verfolgen und wegen Plagiats und Urheberrechtsverstößen anzuklagen. Um derartiges zu ermöglichen ist es auch sinnvoll, dass grundsätzlich alle Käufer eines Buches ebenso wie alle Nutzer von Bibliotheken namentlich und mit genauem Profil erfasst werden und diese Daten den entsprechenden Behörden zugänglich gemacht werden sollten. Dies auch unabhängig davon, was gekauft oder geliehen wird, denn schon morgen könnte sich das nächste Werk, bei dem es zuvor niemand vermutet hätte, als dreistes Kopierstück entpuppen.</p>
<p style="text-align:justify;">Dabei ist der Mangel entsprechender Vermutungen als faule Ausrede zu betrachten. Solange Ursrpung und Quellenlage eines Werkes nicht eindeutig geklärt sind, muss der Konsument grundsätzlich davon ausgehen, dass hier illegal gehandelt wurde und in entsprechendener Konsequenz das Lesen solcher fragwürdigen Werke vermeiden.</p>
<p style="text-align:justify;">Da kann man auch nicht damit argumentieren, dass die Guttenberg-Dissertation eh vergleichsweise unbedeutend ist und bestenfalls eine Randgruppe interessiert. Erinnern wir uns nur an das Ding mit dem plattgefahrenen Molch. Das war schon eine ganz andere Größenordnung. Das konsumieren dreister Plagiatswerke aus offensichtlich illegaler Quelle ist ein Massenphänomen, dessen moralische Verwerflichkeit entweder nicht bewusst ist oder ignoriert wird. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen und ein Exempel statuiert werden!</p>
<p style="text-align:justify;">Klingt alles nach ziemlichem Quatsch, oder?</p>
<p style="text-align:justify;">Sollte man meinen. Dennoch wird solch scheinbar offensichtlicher Quatsch plötzlich ernst genommen, wenn es nicht um zusammenplagiierte Bücher und Dissertationen, sondern um raubmordterrorkopierte Filme im Internet geht. Denn im wesentlichen entspricht das ganze der <a href="http://www.golem.de/1106/84149.html">Argumentation der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) u.ä. bezüglich der Nutzer von Streaming-Diensten</a>.</p>
<p style="text-align:justify;">Über das Internet werden illegale Kopien von Filmen verbreitet, das dürfte bekannt sein. Bis vor einiger Zeit lief das ganze hauptsächlich so ab, dass man die entsprechenden Dateien mit Programmen zuletzt vor allem BitTorrent herunterlud. Dabei gibt es aber ein Problem: die Programme stellen die Dateien, die man herunterlädt automatisch sofort anderen Nutzern zum Herunterladen zur Verfügung. Man wird durch das herunterladen einer Datei immer automatisch auch Anbieter dieser Datei. Das ist eigentlich gut und richtig so, denn diese Programme wurden für das möglichst schnelle Verteilen großer legaler Dateien entwickelt. Handelt es sich aber um eine illegale Datei hat man dadurch auch dann ein Problem, wenn das herunterladen solcher Dateien zwar erlaubt ist, nicht aber das Anbieten.</p>
<p style="text-align:justify;">So entstanden die Streaming-Portale. Hier lädt man die Dateien nicht mehr herunter und speichert sie, sondern man sieht sich die Filme einfach online an, ohne sie zu speichern. Ganz genau so, wie man zum Beispiel auf YouTube Filmchen schaut. Man erstellt also selbst keine Kopie und man speichert nichts und ganz egal, was man sich da anschaut: strafbar macht sich immer nur der Anbieter. Dachte man.</p>
<p style="text-align:justify;">Streaming-Portale erfreuen sich wachsender Beliebtheit und das in Deutschland wohl bekannteste derartige Angebot war die Seite kino.to. War, weil kino.to vergangenen Mittwoch durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgeschaltet und die Adresse beschlagnahmt wurde.</p>
<p style="text-align:justify;">Über Sinn und Unsinn dieser Abschaltung kann man streiten was an verschiedenen Stellen auch getan wird. Ich für meinen Teil sehe in der Abschaltung kein Problem auch wenn ich sie für unsinnig halte. Angebot war illegal, Angebot wurde vom Netz genommen, Anbietern drohen Konsequenzen. Geht alles in Ordnung. Der GVU reicht dies jedoch offenbar nicht. Sie würde gerne auch die Nutzer von kino.to, also diejenigen, die nichts weiter getan haben, als sich die Streams anzuschauen, rechtlich belangen, da sie darin eine eindeutig strafbare Handlung sieht.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Ansehen einer illegalen Kopie soll also strafbar sein. Bezugnehmend auf den Quatsch vom Anfang hieße das, dass jemand, der in eine Bibliothek geht, um die Guttenberg-Dissertation zu lesen, sich des Plagiats schuldig macht. Das allein wäre schon Quatsch genug. Doch die GVU setzt noch einen drauf und geht bei dem verzweifelten Versuch Unsinn Sinn zu geben noch viel weiter, als ich oben.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn, so sagt die GVU, um das Ansehen ginge es gar nicht. Es ginge um den technischen Sachverhalt, dass während des Anschauens der Rechner des Nutzers ja eine temporäre Kopie der Datei in seinem Arbeitsspeicher haben muss. Es werde also eine Kopie erstellt und das sei illegal, ganz egal, ob die gar nicht dauerhaft gespeichert wird. Das bedeutet aber auch, dass das Laden eines solchen Streams illegal wäre, selbst wenn man ihn sich gar nicht ansieht. Denn diese temporäre Kopie existiert ja unabhängig davon, ob man auf den Abspiel-Knopf drückt oder nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Übersetzt heißt das: Du gehst in die Bibliothek und nimmst die Guttenberg-Dissertation in die Hand. Das ist dann ein Plagiat, ganz egal, ob Du das Ding dann liest oder ungelesen ins Regal zurückstellst.</p>
<p style="text-align:justify;">Ja, das ist genau die Art Quatsch, nach der es klingt&#8230;</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/urheberrecht/'>Urheberrecht</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/kino-to/'>Kino.to</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/streaming/'>Streaming</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/urheberrecht/'>Urheberrecht</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1289/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1289/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1289&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Homöopathische Mittel gegen EHEC</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 19:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[EHEC]]></category>

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		<description><![CDATA[Da irritierend viele Menschen auf der Suche nach homöopathischen Mitteln gegen EHEC hier aufschlagen, sollte hier vielleicht auch eine passende Antwort zu finden sein. Also: Die Homöopathie kennt keine Mikroorganismen als Krankheitserreger. EHEC sind Mikroorganismen und lösen Darmerkrankungen aus die aktuell auch EHEC genannt werden. Nach homöopathischer Lehre existiert EHEC also gar nicht. Also gibt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1283&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da irritierend viele Menschen auf der Suche nach homöopathischen Mitteln gegen EHEC hier aufschlagen, sollte hier vielleicht auch eine passende Antwort zu finden sein. Also:</p>
<p>Die Homöopathie kennt keine Mikroorganismen als Krankheitserreger. EHEC sind Mikroorganismen und lösen Darmerkrankungen aus die aktuell auch EHEC genannt werden. Nach homöopathischer Lehre existiert EHEC also gar nicht. Also gibt es auch kein Mittel dagegen.</p>
<p>Einige Homöopathen werden das nicht wahrhaben wollen und Euch dennoch ein entsprechendes Mittel anbieten. Dabei handelt es sich, wie sonst auch, um das homöopathische Einheitsmittel gegen alles:  rituell geschütteltes Wasser und Zuckerkügelchen ohne Wirkstoffe.</p>
<p>Das ist alles, was dazu zu sagen ist. Fertig.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/allgemeines/'>Allgemeines</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/category/homoopathie/'>Homöopathie</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/ehec/'>EHEC</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/homoopathie/'>Homöopathie</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1283/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1283&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>EHEC</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 14:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen mehren sich Meldungen über zunehmende Zahlen an Infektionen einer ungewöhnlich aggressiven Variante von enterohämorrhagischer Escherichia coli, kurz EHEC. Das ganze mit faszinierenden aber eigentlich vorhersehbaren Reaktionen darauf. Eines vorneweg: EHEC ist kein Kleinkram. EHEC-Infektionen sind durchaus problematisch und ernst zu nehmen. Es ist grundsätzlich gut und richtig, Verbreitung und eventuelle Häufungen von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1274&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Seit einigen Tagen mehren sich Meldungen über zunehmende Zahlen an Infektionen einer ungewöhnlich aggressiven Variante von enterohämorrhagischer Escherichia coli, kurz EHEC. Das ganze mit faszinierenden aber eigentlich vorhersehbaren Reaktionen darauf.</p>
<p style="text-align:justify;">Eines vorneweg: EHEC ist kein Kleinkram. EHEC-Infektionen sind durchaus problematisch und ernst zu nehmen. Es ist grundsätzlich gut und richtig, Verbreitung und eventuelle Häufungen von EHEC-Fällen im Auge zu behalten und sich damit auseinander zu setzen. Bezüglich dessen, wie das getan wird, gibt es allerdings einige zu beachtende Abers. Doch der Reihe nach.</p>
<p style="text-align:justify;">Eigentlich sind Escherichia coli nichts schlimmes. Die Bakterien sind Teil unserer natürlichen Darmflora. Der menschliche Darm ist auch in gesundem Zustand ein Tummelplatz für Bakterien. Insgesamt übersteigt die Zahl der Mikroorganismen in unserem Darm die Anzahl unserer eigenen Körperzellen um ein Vielfaches. Das klingt vielleicht erschreckend, ist aber eine tolle Sache, denn die ganzen Kleinviecher sind durchaus nützlich. Sie helfen zum Beispiel bei der Verdauung oder spielen für unser Immunsystem eine Rolle. Bei Escherichia coli geht man davon aus, dass es schädliche Mikroorganisman daran hindert, sich im Darm auszubreiten, indem es sich dort selbst ziemlich breit macht.</p>
<p style="text-align:justify;">Das kann es, weil es sich sehr schnell vermehrt, was wiederum, neben seinem recht kleinem und überschaubarem Genom, auch zu den Gründen gehört, weshalb es für die Forschung sehr interessant ist. So gehört E. coli zu den am besten untersuchten Organismen überhaupt. Daraus haben sich auch bereits verschiedene Anwendungen ergeben. So wird das Insulin in den für Diabetiker nötigen Insulinpräparaten durch E. coli gewonnen und aktuell werden Möglichkeiten untersucht, E. coli zur Produktion von Bio-Kraftstoffen zu nutzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Escherichia coli kann also durchaus „zu den Guten“ gezählt werden und ist normalerweise nur dann ein Problem, wenn es sich nicht da befindet, wo es hingehört. Außerhalb des Darms ist E. coli äußerst problematisch und führt zu Infektionen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es gibt jedoch viele verschiedene Stämme von E. coli, was bei der hohen Vermehrungsrate (E. coli teilt sich unter Optimalbedingungen einmal alle 20 Minuten) nicht verwunderlich ist, wovon einige auch innerhalb des Darms krankheitsauslösend sind. Dazu gehören die enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), die sich an die Darmwand heften und verschiedene Giftstoffe produzieren, darunter auch eines, das rote Blutkörperchen zerstört. Eine typische Folge davon ist das, was umgangssprachlich als Magen-Darm-Grippe bezeichnet wird: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.</p>
<p style="text-align:justify;">EHEC-Infektionen sind keine Seltenheit. Seit 1998 gibt es in Deutschland eine entsprechende Meldepflicht und es werden jährlich um die tausend Fälle verzeichnet. Was ist also aktuell das Besondere?</p>
<p style="text-align:justify;">Nicht alle EHEC sind gleichermaßen aggressiv und der Krankheitsverlauf kann sich stark unterscheiden. Am einen Ende der Skala kann eine Infektion völlig symptomfrei sein und unbemerkt bleiben. Am anderen Ende steht das sogenannte Hämolytisch-urämisches Syndrom mit Blutarmut und Nierenversagen.</p>
<p style="text-align:justify;">Aktuell scheint gar nicht mal die Menge der Fälle Grund zur Sorge zu sein. Es ist von bisher ungefähr 300 Fällen die Rede. Bei Ende Mai und normalerweise ca. 1.000 Fällen pro Jahr sieht das doch sogar noch recht gut aus. Problematischer scheint die schwere der Fälle zu sein. Ungewöhnlich oft verläuft die Infektion sehr schwer und lebensbedrohlich. Auch scheinen mehr Erwachsene betroffen zu sein, als sonst. Durchaus Gründe, aufzuhorchen und dem ganzen etwas verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen. Grund zur Panik jedoch ist nicht zu sehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Womit wir bei den Reaktionen wären.</p>
<p style="text-align:justify;">„Kein Grund zur Panik.“ So lautete bisher auch jede offizielle Stellungnahme dazu. Damit sind jedoch offenbar nicht alle Menschen einverstanden. Schon vor einigen Tagen begegnete mir die erste Aussage auf Twitter, bei der sich offenbar daran gestört wurde, dass bei 300 Fällen kein Grund zur Panik (oder zumindest Sorge) gesehen wurde. Mittlerweile sind alle Medien auf den Zug aufgesprungen und es stören sich viele daran, dass da sinnlos Panik geschürt werde.</p>
<p style="text-align:justify;">Das faszinierende daran ist die große Überschneidung der beiden Gruppen. Ein nicht geringer Teil derer, die sich vor kurzem noch an geringer Berichterstattung und fehlender Panik störten, kritisieren nun übermäßige Berichterstattung, Panikmache und „Propaganda“.</p>
<p style="text-align:justify;">Propaganda deshalb, weil schon erste Stimmen laut werden, da werde nur wieder ein neuer Anlass gesucht, Menschen mit Chemie vollzupumpen. Natürlich ist das nur eine weitere Verschwörung der bösen Pharmaindustrie.</p>
<p style="text-align:justify;">Derartige Überschneidungen sind faszinierend, aber insofern nicht überraschend, da sie auch zu vielen anderen Gelegenheiten beobachtet werden können. Das war zum Beispiel auch im Zusammenhang mit der H1N1-Schweinegrippe der Fall. Die Menschen, die zunächst von Verharmlosung durch die WHO sprachen, waren später oft auch die, die von sinnloser Panikmache durch die WHO sprachen. Die, die sich aufregten, dass ursprünglich nicht genug Impfstoff vorhanden war („Impfstoff gibt’s nur für die Elite! Verschwörung!!!“) waren oft auch die, die sich beschwerten, dass weiterer Impfstoff nachgekauft und überhaupt geimpft wurde („Hah, wieder mal Erfolg für Big Pharma! Verschwörung!!!“). Derartige Reaktionen gibt es immer, egal was passiert, und alle Medien und Berichte darüber befeuern dies unbeabsichtigt oder teilweise sogar gezielt (die BILD beherrscht derartige Seitenwechsel auf hervorragendste).</p>
<p style="text-align:justify;">Im vorliegenden Fall mag das manchem sogar besonders verlockend oder einleuchtend erscheinen. Ist doch diesmal ausgerechnet Gemüse als Überträger im Visier der Ursachenforschung. Damit hat man endlich all die Bio-Junkies und Vegetarier im Griff, gegen die man bisher nichts ausrichten konnte. Man verleidet ihnen das Gemüse und hat einen Anlass, sie auch endlich mit böser Chemie zu verderben. Verschwörung!</p>
<p style="text-align:justify;">Blöderweise steht dem im Wege, dass man mit Chemie recht wenig gegen EHEC ausrichten kann. Eine Behandlung mit Antibiotika (böser Chemie!!1elf) ist aussichtslos, da sich die EHEC zu schnell vermehren und sich somit sehr schnell Resistenzen bilden. Außerdem sind nicht die EHEC selbst das Problem, sondern die von ihnen produzierten Giftstoffe. Man kann im Prinzip nur abwarten und versuchen, die Symptome und ihre Folgen im Griff zu halten. Wenn dabei Chemie zum Einsatz kommt, dann in Form eines Diuretikums zur Behandlung sich ergebender Nierenprobleme. Ansonsten Glukose-Kochsalzlösungen und wenn sonst nichts hilft Dialyse und in besonders harten Fällen Austausch des Blutplasmas. Ob darüber hinaus in einigen Fällen noch Mittel gegen das Erbrechen oder zur Beeinflussung der Darmtätigkeit zum Einsatz kommen, dazu müssen sich Mediziner äußern, ich weiß es nicht. Alles in allem scheint mir das ganze recht wenig chemielastig zu sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Was man hauptsächlich tun kann (und jeder tun sollte) ist Vorbeugung. Aber auch hier ist nicht mit Einsatz von Chemie oder einer Impfwelle zu rechnen (ein Impfstoff ist mir nicht bekannt).</p>
<p style="text-align:justify;">EHEC tummeln sich in Därmen und stammen auch hauptsächlich aus solchen. Meist sind sie bei Rindern, Ziegen und Schafen zu finden. Problematisch ist also normalerweise gar nicht mal Gemüse, sondern der Kontakt mit infizierten Tieren und daraus gewonnen Produkten. Rohes Fleisch und entsprechende Rohwurstsorten können EHEC enthalten. Ebenso unbehandelte (nicht pasteurisierte) Milch. Bei Obst, Gemüse, daraus gewonnenen Produkten und Wasser besteht hauptsächlich dann Gefahr, sofern sie Kontakt mit EHEC-infizierten Fäkalien hatten und vor dem Verzehr nicht erhitzt wurden.</p>
<p style="text-align:justify;">Damit sind die Vorbeuge-Maßnahmen recht überschaubar und lassen sich weitestgehend mit dem Begriff Hygiene zusammenfassen:</p>
<p style="text-align:justify;">Hände gut und oft und gründlich waschen. Klingt nach Selbstverständlichkeit, wird aber gerade nach Toilettengängen allzu sehr vernachlässigt. Gerade nach solchen dient es aber auch sehr dem Schutze anderer Menschen. Vor allem auf öffentlichen Toiletten (und leider auch in Restaurant- und Imbissküchen) ergeben sich dabei zwei hygienische Schwierigkeiten. Zum einen sollte vermieden werden, mit den frisch gewaschenen Händen die Armaturen des Waschbeckens noch einmal direkt zu berühren. Zuvor wurden sie von verunreinigten und potenziell infektiösen Händen berührt. Man griffe also mit den frisch gewaschenen Händen direkt wieder in einen Keim-Tummelplatz. Das zweite Problem sind die Türklinken auf dem Weg nach draußen, die nun mal jeder betätigt, egal, ob er sich zuvor die Hände gewaschen hat oder nicht. Das mag übertrieben klingen, ist aber ein grundsätzliches und weit verbreitetes Hygiene-Problem. Speziell bezüglich EHEC und vergleichbarem gilt: gerade auch nach der Verarbeitung von rohem Fleisch und Gemüse sollten die Hände gewaschen werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Auch Obst und Gemüse sollten grundsätzlich vor der Zubereitung gründlichst abgewaschen werden. Das gilt nicht nur für „gespritztes“ und potentiell von vielen Menschen berührtes Grünzeug aus dem Supermarkt, sondern gerade auch für Bio-Produkte da hier wesentlich stärker Tierdung als Düngemittel zum Einsatz kommt.</p>
<p style="text-align:justify;">Und letztlich gilt: Die Nahrungsmittel sollten nach Möglichkeit gut gekocht werden. Nicht nur kurz angewärmt, sondern zehn Minuten auf 70 Grad (auch innen) erhitzt werden um potenzielle Erreger abzutöten. Auch die Pasteurisierung von Milch und Fruchtsäften dient genau diesem Zweck mit dem Nebeneffekt, dass die Produkte auch länger haltbar werden. Dolle Sache, was?</p>
<p style="text-align:justify;">Das ist alles. Mehr ist nicht nötig um den Schutz gegen EHEC zu optimieren. Und auch gegen viele andere Dinge, denn das sind grundsätzlich immer sinnvolle Maßnahmen.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten aufschreien, das sei ja eine Verschwörung der Seifenindustrie gegen Rohkostler&#8230;</p>
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		<title>Zur Kritik an Herrn Röslers Doktorarbeit</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 12:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Doktorarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rösler]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ca. einer Woche geistert eine Meldung durchs Netz, der zufolge es einen weiteren unrechtmäßig erworbenen Doktorgrad eines prominenten Politikers gibt. Kein geringerer als der frisch gekürte FDP-Chef und Vizekanzler Philipp Rösler soll einen Doktor vor dem Namen tragen, der gar keiner ist. Zwar soll Herr Rösler nicht abgeschrieben haben, doch sei seine Doktorarbeit irritierend [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1265&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Seit ca. einer Woche geistert eine Meldung durchs Netz, der zufolge es einen weiteren unrechtmäßig erworbenen Doktorgrad eines prominenten Politikers gibt. Kein geringerer als der frisch gekürte FDP-Chef und Vizekanzler Philipp Rösler soll einen Doktor vor dem Namen tragen, der gar keiner ist. Zwar soll Herr Rösler nicht abgeschrieben haben, doch sei seine Doktorarbeit irritierend kurz und enthalte wissenschaftliche Leistungen, die gar nicht seine sind obwohl sie es sein müssten. Donnerwetter. Wir habens ja schon immer gewusst! Die betrügen doch eh alle!</p>
<p style="text-align:justify;">Doch die Sache hat einen, wenn nicht gar mehrere Haken: Dafür gibt es bisher ganz genau eine einzige Quelle und das ist die Seite <a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Klein-klein-verlag">klein-klein-verlag.de</a>, die diesbezüglich im Netz rauf und runter zitiert wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Warum das ein Haken ist, lässt sich bei genauerem Hinsehen recht schnell erkennen: dahinter verbirgt sich ein Sammelsurium aus Impfgegnertum, AIDS-Leugnung, Hamer-Anhängerschaft und verschwörungstheoretischem Unfug. Da wird eh gegen alles gebasht, was mit ernster Wissenschaft und echter Medizin zu tun hat. Damit hat die einzige Quelle zur vorgebrachten Kritik eine Vertrauenswürdigkeit rund um ziemlich genau Null. Andere Quellen: Fehlanzeige.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber hey, vielleicht haben die ja mal einen Glückstreffer gelandet. Also: Könnte trotzdem was dran sein? Bisherige mir bekannte Äußerungen von Medizinern legen nahe, dass es an dieser Doktorarbeit weder in Umfang noch Inhalt etwas gibt, das für eine medizinische Doktorarbeit ungewöhnlich wäre. Das kann irritieren, aber wenn es daran etwas zu kritisieren gibt, dann eher die Qualität medizinischer Doktorarbeiten allgemein, als speziell die Herrn Röslers. Diese allgemeine Qualität vermag ich nicht zu beurteilen aber die klein-klein-Schwurbler dürften das noch um einiges weniger können.</p>
<p style="text-align:justify;">Das schreibe ich nun sicher nicht, weil ich ein sonderlicher Fan Herrn Röslers wäre oder glaubte, seine Doktorarbeit gehöre nicht geprüft. Aktuell scheinen mir eher <em><strong>alle</strong></em> Doktorarbeiten auf den Prüfstand zu gehören. Dann sollten die Prüfer aber auch entsprechende Kompetenzen besitzen. Die haben die klein-klein-Leute nun offenbar nicht und solange da keine ernst zu nehmende Kritik aus vertrauenswürdiger Quelle kommt, darf das aktuelle Gekreische zu Herrn Rösler getrost ignoriert werden.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/politik/'>Politik</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/category/wissenschaft-und-bildung/'>Wissenschaft und Bildung</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/betrug/'>Betrug</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/doktorarbeit/'>Doktorarbeit</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/rosler/'>Rösler</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1265/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1265&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kurzer Rückblick auf den BPT 2011.1 in Heidenheim</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 11:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[BPT 2011.1]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesparteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Heidenheim]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende trafen sich die Piraten zum ersten Bundesparteitag des Jahres 2011 im schönen Heidenheim an der Brenz. &#8222;zum ersten&#8220;, weil es dieses Jahr noch einen zweiten, programmatischen Bundesparteitag geben wird. Dieses Mal standen im wesentlichen nur die Wahlen zum neuen Vorstand und zum Bundesschiedsgericht und ein Paar wenige damit zusammenhängende Satzungsänderungen an. Nun [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1258&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Am vergangenen Wochenende trafen sich die Piraten zum ersten Bundesparteitag des Jahres 2011 im schönen Heidenheim an der Brenz. &#8222;zum ersten&#8220;, weil es dieses Jahr noch einen zweiten, programmatischen Bundesparteitag geben wird. Dieses Mal standen im wesentlichen nur die Wahlen zum neuen Vorstand und zum Bundesschiedsgericht und ein Paar wenige damit zusammenhängende Satzungsänderungen an.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun werden sich möglicherweise, wie auch nach dem BPT 2010.1 in Bingen einige Fragen, wieso wir für solchen &#8222;Kleinkram&#8220; ganze zwei Tage brauchen, während andere Parteien das vergleichsweise fix abhaken können. Eine kurze und knappe Antwort darauf wäre &#8222;Weil wir das genau so wollen.&#8220;. Diese Wahlen sind keine Abnick-Veranstaltungen, bei denen einzelne bereits vorher beschlossene &#8222;Kandidaten&#8220; nur noch mit &#8222;Wahlergebnissen&#8220;, wie man sie sonst nur aus totalitären Staaten kennt, einfach bestätigt werden. Statt dessen haben wir es gerne auch mal mit einer zweistelligen Anzahl von Kandidaten zu tun, die sich rechtfertigen und dem Parteitag Rede und Antwort stehen müssen.</p>
<p style="text-align:justify;">Sehr schön sehen konnte man diesen Unterschied im direkten Vergleich mit dem zeitgleich stattfindenden Bundesparteitag der FDP. Die Wahl Herrn Röslers zum Vorsitzenden war eine schnell abgehakte Formalität, deren Ergebnis quasi schon vorher feststand. Währenddessen entbrannte im Heidenheimer Congress Centrum ein hitzig und teilweise recht laut geführter Verbalkampf zwischen Unterstützern der beiden aussichtsreichen Kandidaten für das Amt des ersten Vorsitzenden der Piraten und bis zur Verkündung des Wahlergebnisses war alles offen. Letztlich entschied Sebastian Nerz die Wahl mit 60,6% der Stimmen für sich.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieses Ergebnis blieb intern nicht unkritisiert, da einige für Pirat Nerz (Baden-Württemberger) bei einem in Heidenheim (Baden-Württemberg) stattfindenden BPT einen gewissen &#8222;Heimvorteil&#8220; sahen. Mancher vermutete, bei einem BPT in Berlin (Christopher Lauer, aussichtsreichster Gegenkandidat, ist Berliner) hätte das Ergebnis genau umgekehrt ausgesehen, und begann schon bisher verpönte Delegierten-Systeme sympatisch zu finden. Doch gewählt ist gewählt und dass es eine echt demokratische Wahl war kann eigentlich nicht bestritten werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Insgesamt besteht <a href="http://web.piratenpartei.de/navigation/partei/bundesvorstand">der neue Vorstand</a> aus 7 Mitgliedern. Davon habe ich genau zwei auch tatsächlich selbst gewählt. All meine anderen Wunschkandidaten unterlagen mal mehr, mal weniger stark. Dennoch kann ich den neuen Vorstand akzeptieren. Er ist durch und durch demokratisch legitimiert und bei den Vorstandsmitgliedern, die nun alles andere als meine Wunschkandidaten waren, lasse ich mich gerne belehren, mich geirrt zu haben. Ich denke durchaus, dass dieser Vorstand fähig und willens ist, gute Arbeit zu leisten. Ob er es auch tut, wird sich zeigen und darum mache ich mir doch jetzt noch keinen Kopf.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Parteitag gilt wohl zurecht vielerseits als unser bisher &#8222;erwachsenster&#8220; und professionellster. Alles in allem liefen auch die Kandidaten-Vorstellungen trotz einiger Hitzigkeiten recht diszipliniert ab. Das Heidenheimer Congress Centrum war ein hervorragender Ort für diese Veranstaltung und das Orga-Team hat gute Arbeit geleistet. Schon dafür hat sich meines Erachtens die lange Anreise gelohnt.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber natürlich auch für das sonstige Drumherum.</p>
<p style="text-align:justify;">Bei Parteitagen werden Kontakte geknüpft und Bekanntschaften geschlossen und aufgefrischt. So manchen, den man sonst nur online kennt kann man auf diese Weise endlich mal persönlich kennen lernen. Ich habe nicht alle getroffen, die ich gerne getroffen hätte und manche auch nur recht kurz und vor allem gegen Ende des zweiten Tages auch schon recht müde und verpeilt. Aber lohnenswert und erfolgreich war es auch in dieser Hinsicht allemal.</p>
<p style="text-align:justify;">Eine Aufgabe des neuen Vorstandes steht bereits fest: Termin und Ort für einen weiteren Bundesparteitag noch in diesem Jahr zu finden. Ich hoffe, auch dann wieder dabei sein zu können.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/piraten/'>Piraten</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/bpt-2011-1/'>BPT 2011.1</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/bundesparteitag/'>Bundesparteitag</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/heidenheim/'>Heidenheim</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/piraten/'>Piraten</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/piratenpartei/'>Piratenpartei</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1258/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1258/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1258&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Heilpflanzenverbot der EU</title>
		<link>http://cspecht.wordpress.com/2011/05/01/das-heilpflanzenverbot-der-eu/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 07:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Heilpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Heilpflanzenverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; existiert nicht, hat nie existiert und wird nicht existieren. Versteht das doch bitte endlich und stampft nicht immer neue Unsinnspetitionen aus dem Boden. Danke. Weiterführende Links: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/medizin/2011-04-29/trubel-um-heilpflanzenverbot-h-rt-nicht-auf http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/04/heilpflanzenverbot-reloaded-die-eu-ist-immer-noch-die-ausgeburt-des-bosen.php Einsortiert unter:Allgemeines Tagged: EU, Heilpflanzen, Heilpflanzenverbot, Petition<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1250&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; existiert nicht, hat nie existiert und wird nicht existieren.</p>
<p>Versteht das doch bitte endlich und stampft nicht immer neue Unsinnspetitionen aus dem Boden. Danke.</p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<p><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/medizin/2011-04-29/trubel-um-heilpflanzenverbot-h-rt-nicht-auf">http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/medizin/2011-04-29/trubel-um-heilpflanzenverbot-h-rt-nicht-auf</a></p>
<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/04/heilpflanzenverbot-reloaded-die-eu-ist-immer-noch-die-ausgeburt-des-bosen.php">http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/04/heilpflanzenverbot-reloaded-die-eu-ist-immer-noch-die-ausgeburt-des-bosen.php</a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/allgemeines/'>Allgemeines</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/eu/'>EU</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/heilpflanzen/'>Heilpflanzen</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/heilpflanzenverbot/'>Heilpflanzenverbot</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/petition/'>Petition</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1250/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1250/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1250&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nach links gehen, um rechts raus zu kommen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 11:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaustleugnung]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ja so meine Schwierigkeiten mit diesem unsinnigen Links-Rechts-Spektrum und gerade auch mit der ziemlich weit verbreiteten Ansicht „Je rechter desto böse und je linker desto besserererer.“. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die beiden Seiten spätestens in ihren extremen und extremistischen Formen für mich ununterscheidbar sind. Vielleicht ist das ja eine Art Farbenblindheit, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1239&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Ich habe ja so meine Schwierigkeiten mit diesem unsinnigen Links-Rechts-Spektrum und gerade auch mit der ziemlich weit verbreiteten Ansicht „Je rechter desto böse und je linker desto besserererer.“. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die beiden Seiten spätestens in ihren extremen und extremistischen Formen für mich ununterscheidbar sind. Vielleicht ist das ja eine Art Farbenblindheit, durch die ich daran scheitere, dass Rot und Braun im Farbspektrum so nahe beieinander liegen.</p>
<p style="text-align:justify;">Offenbar bin ich nicht der einzige, den das stark verwirrt. Auch die aktuell populärsten Vertreter des linken Spektrums scheinen sich nicht so ganz klar zu sein, wo sie denn nun eigentlich stehen wollen. Über Twitter wurde ich heute auf einen Link gestoßen, der auf ein PDF auf den Servern des Duisburger Kreisverbandes der Partei Die Linke verweist:</p>
<p style="text-align:justify;"><del><a href="http://www.die-linke-duisburg.de/fileadmin/kvduisburg/Bilder/flugblatt_01.pdf">http://www.die-linke-duisburg.de/fileadmin/kvduisburg/Bilder/flugblatt_01.pdf</a></del></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><em><strong>Nachtrag:</strong></em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Nach zahlreichen Berichten und mindestens einer Strafanzeige haben die Duisburger Linken das PDF von ihren Servern gelöscht. Ich werde es hier nicht veröffentlichen aber zwecks Nachvollziehbarkeit der Kritik ein Paar beispielhafte Zitate aus dem mit einem Davidsstern mit Hakenkreuz geschmückten Dokument:</em></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><em>&#8222;</em><em>Damit ist der </em><em>atomaren Erpressung der ganzen Welt durch radikale Zionisten Tür und Tor geöffnet.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Jeder, der israelische Produkte kauft, kauft potentielles Diebesgut!&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen! W a h rh e i t ma ch t F rei !&#8220; (sic)</em></p></blockquote>
<p><em>Des weiteren Verweise auf eine Seite, die Antisemitismus als Konsequenz jüdischen Verhaltens darstellt, ein Dokument zur Holocaustleugnung und mehrere Seiten mit Boykottaufrufen.</em></p>
<p>Nun gibt es jede Menge berechtigter Kritik an der Politik des Staates Israel, die teilweise recht schwer vorzubringen ist, ohne dass gleich die Antisemitismus-Keule geschwungen wird. Andererseits gibt es ebenso „Kritik“, die, wie im vorliegenden Fall, vor Antisemitismus nur so trieft. Und damit nicht genug verweist das Dokument mit der Parole „Wahrheit macht frei!“ auf ein weiteres Dokument, das sich ganz und gar der Holocaust-Leugnung widmet.</p>
<p style="text-align:justify;">Zurecht wurde angemerkt, dass aus dem Flugblatt nicht ersichtlich sei, dass es es tatsächlich von Die Linke stamme. Stimmt. Das tut es möglicherweise nicht, muss es aber auch gar nicht. Aber es liegt als Flugblatt zum Ausdrucken, Kopieren und Verteilen auf deren Servern. Es passt ja auch wunderbar zur sonstigen „Israel-Kritik“ der Linken, die zuletzt unter anderem darin gipfelte, dass Bremer Linke vor Supermärkten dafür demonstrierten, <del>nicht bei Juden</del> keine israelischen Produkte zu kaufen.</p>
<p style="text-align:justify;">Tja, wenn man weit genug nach links geht, kommt man irgendwann ganz rechts wieder raus.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://cspecht.wordpress.com/category/politik/'>Politik</a> Tagged: <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/antisemitismus/'>Antisemitismus</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/duisburg/'>Duisburg</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/holocaustleugnung/'>Holocaustleugnung</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/israel/'>Israel</a>, <a href='http://cspecht.wordpress.com/tag/linke/'>Linke</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cspecht.wordpress.com/1239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cspecht.wordpress.com/1239/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1239&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kernkraft, Sonne&#8230; ein erläuternder Nachschlag</title>
		<link>http://cspecht.wordpress.com/2011/03/18/kernkraft-sonne-ein-erlauternder-nachschlag/</link>
		<comments>http://cspecht.wordpress.com/2011/03/18/kernkraft-sonne-ein-erlauternder-nachschlag/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 18:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pego</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft und Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Kernkraft]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Artikel Kernkraft lässt die Sonne scheinen! hat nun einiges an verschiedener Resonanz hervorgerufen. Nun ist es an der Zeit, auf einige Reaktionen darauf näher einzugehen und noch etwas näher zu erläutern, was dahinter steckt. Beginnen möchte ich damit, in Kurzfassung zu beschreiben, wie es zu diesem Artikel kam. Der Ursprung des Artikels Ich habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cspecht.wordpress.com&amp;blog=8450972&amp;post=1231&amp;subd=cspecht&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p style="text-align:justify;">Mein Artikel <a href="http://cspecht.wordpress.com/2011/03/16/kernkraft-lasst-die-sonne-scheinen/">Kernkraft lässt die Sonne scheinen!</a> hat nun einiges an verschiedener Resonanz hervorgerufen. Nun ist es an der Zeit, auf einige Reaktionen darauf näher einzugehen und noch etwas näher zu erläutern, was dahinter steckt. Beginnen möchte ich damit, in Kurzfassung zu beschreiben, wie es zu diesem Artikel kam.</p>
<h2 style="text-align:justify;">Der Ursprung des Artikels</h2>
<p style="text-align:justify;">Ich habe die Berichterstattung zu den Ereignissen in Japan von Beginn an mit Interesse erfolgt, war jedoch recht irritiert und enttäuscht von der Berichterstattung und den Reaktionen. Die Qualität der Berichterstattung zu Erdbeben und Tsunami war bestenfalls dürftig und als in ihren Augen angemessene Reaktion darauf schienen schon von Beginn an einige sinnlose Panik allem anderen vorzuziehen. Dabei berücksichtige ich noch gar nicht die unsinnigen Verschwörungstheorien, die natürlich sofort aus dem Boden schossen oder Kram wie den Supermond-Unfug, den die BILD verbreitet hat. Es war der alltägliche &#8222;Wir werden alle sterben&#8220;-Wahnsinn.</p>
<p style="text-align:justify;">Dann kam Fukushima.</p>
<p style="text-align:justify;">Nahezu zeitgleich mit dem ersten Knall in Reaktor 1 tauchte auf Twitter die erste Strahlenmessung aus irgendeiner deutschen Stadt auf. Oh mein Gott, sie war gestiegen. GESTIEGEN!!!! Alle Anstrengungen einiger sehr bemühter Aufklärer, zu verdeutlichen, dass es sich um eine natürliche Schwankung handelte, inklusive nicht gestiegener Messwerte aus anderen deutschen Städten, liefen ins Leere. Man wollte lieber panisch sein. Ab da waren alle Dämme gebrochen und eine Horrormeldung jagte die nächste. Die Reaktionen wurden immer hysterischer.</p>
<p style="text-align:justify;">Zeitgleich formierten sich die Gegner von Atomspaltungsreaktoren. &#8222;Wir habens schon immer gewusst!!!&#8220; Gewusst? Einen Scheiß habt ihr, ihr wusstet nichtmal, was jetzt gerade geschah. Die Tweets wurden teilweise immer dämlicher (tut mir leid, ich kann das nicht beschönigen) und ich war irritiert, dass selbst einige Piraten sich hanebüchen äußerten oder Unfug zumindest retweeteten. Das alles befeuert von teilweise unterirdischer und fehlerhafter Berichterstattung.</p>
<p style="text-align:justify;">Irgendwann rasselte wieder so ein Tweet über böse Kernkraft oder böse Atome oder beides (ich weiss es echt nicht mehr) durch meine Timeline und ich ließ mich zu diesem Tweet hinreissen:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://twitter.com/#!/Pego_/status/47587072961298432">http://twitter.com/#!/Pego_/status/47587072961298432</a></p>
<p style="text-align:justify;">Eine Antwort von Twitterer @pulegon folgte prompt:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://twitter.com/#!/pulegon/status/47587921812914176">http://twitter.com/#!/pulegon/status/47587921812914176</a></p>
<p style="text-align:justify;">Der Spruch gefiel mir. Ich schnappte mir ein Grafikprogramm, bastelte ein wenig und konnte twittern:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://twitter.com/#!/Pego_/status/47608335876370432">http://twitter.com/#!/Pego_/status/47608335876370432</a></p>
<p style="text-align:justify;">Ich erhielt direkt mehrere &#8222;Will ich auch haben&#8220;-Kommentare. Nach meinem Kenntnisstand allesamt von Menschen, die keine Beführworter von Kerspaltungsreaktoren sind. Aber auch der erste irritierte Kommentar, warum ich für Kernkraftwerke sei.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein Paar Stunden später twitterte ich noch einmal:</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://twitter.com/#!/Pego_/status/47708463647834113">http://twitter.com/#!/Pego_/status/47708463647834113</a></p>
<p style="text-align:justify;">Reaktionen bestanden ausschließlich aus schockierten Anfragen, wie ich denn Pro-Kernkraft sein könne. Erklärungsversuche halfen nicht. Man konnte oder wollte nicht verstehen. So machte ich mich daran, den Artikel zu schreiben.</p>
<p style="text-align:justify;">&nbsp;</p>
<h2 style="text-align:justify;">Die Reaktionen</h2>
<p style="text-align:justify;">Ich erntete einiges an positiver Resonanz, überwiegend aus dem Bereich der Naturwissenschaftler und Skeptiker. Aber es gab natürlich auch jede Menge kritischer und unverständiger Reaktionen. Auf einiges davon möchte ich näher eingehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Da sind natürlich die Reaktionen auf meine Sprachkritik. Was ein Unsinn das denn sei, jeder wisse ja schließlich, was gemeint ist, wenn von Kernkraft die Rede sei. Naja, liebe Leute, das ist nicht das Problem und entspricht auch nicht dem, was im Artikel beschrieben ist. Das Problem ist nicht, dass niemand wüsste, was gemeint ist, wenn Ihr von Kernkraft redet (auch wenn wahrscheinlich die meisten Euch nur nachplappern), das Problem ist, dass viele von Euch und leider auch recht viele andere Menschen nicht wissen, wovon die Rede ist und nicht verstehen, wenn der Begriff in einer anderen, nämlich seiner eigentlichen Bedeutung gebraucht wird. Da liegt der Hund begraben.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein großer Teil von Euch hat eben nicht gewusst, was gemeint ist, als ich Kernkraft sagte. In dem Moment, wo ich den Begriff Kernkraft anders gebrauchte, als ihr, war ich in vieler Augen automatisch ein Beführworter von Kernspaltungsreaktoren, obwohl es weder Grund noch Anlass gab, das anzunehmen. Dass es eine andere Bedeutung des Wortes geben kann und dass die Bewegung der Kernkraftgegner keine alleinige Deutungshoheit über diesen und andere Begriffe hat, kam diesen Menschen nicht in den Sinn.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber gehen wir für einen Moment ruhig mal davon aus, meine Verwendung des Wortes Kernkraft, als Bennenung zweier Fundamentalkräfte, sei völlig irrelevant. Dann wäre doch total logisch, dass man Kernkraftgegner ist und gegen Kernreaktoren, oder nicht? Nein, auch dann nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn es gibt verschiedene Arten von Kernreaktoren. Eine Art sind die Kernspaltungsreaktoren, die aktuell so ein heißes Thema sind. Eine andere Art sind Kernfusionsreaktoren. Es handelt sich auch dabei um Kernkraft und Kernkraftwerke und ich sehe nicht, warum ich, warum irgendjemand, auch pauschal gegen diese Technologie sein sollte. Bei der Erforschung dieser Technologie wird alles richtig gemacht, was bei den Kernspaltungsreaktoren falsch gemacht wurde. Man nimmt sich Zeit, man ist vorsichtig, man wägt gut ab. Seit Jahrzehnten arbeitet man dran und wird es es wahrscheinlich noch weitere Jahrzehnte tun, wenn es überhaupt jemals funktionieren wird. Aber selbst, wenn das niemals funktioniert, gibt es bei der Erforschung der Technologie eine Menge zu lernen. Ich kann da nichts schlechtes dran sehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist also immer eine Differenzierung und eine genaue Wortwahl nötig.</p>
<p style="text-align:justify;">Einige Kritiker haben ja sogar versucht, auf ihre Art eine Differenzierung vorzunehmen, indem sie darauf hinwiesen, dass in der Sonne ja Fusion ablaufe, während es hier in den Kraftwerken um Kernspaltung gehe. Als eine Variante davon betrachte ich das &#8222;Die Sonne ist ja auch weit weg&#8220;-Argument. Kernkraft auf der Sonne sei ja ok, aber hier auf der Erde müssen wir die ja nicht haben. Doch, müssen wir. Kernkraft ist allgegenwärtig. Wir essen sie, wir atmen sie, wir baden drin, wir bestehen durch sie. Ohne Kernkraft würde jedes Atom sofort in seine Bestandteile zerfallen. Ohne Kernkraft geht gar nix, aber um das zu sehen, muss man das Wort Kernkaft eben anders verwenden, als ihr es tut.</p>
<p style="text-align:justify;">Noch problematischer wird das ganze in Verbindung mit einem nicht wenig verbreiteten Scheuklappen-Effekt: Bist Du nicht uneingeschränkt für uns, bist Du gegen uns.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich habe in meinem Artikel zu Beginn klar und deutlich angemerkt, die Abschaltung der Kernspaltungs-Reaktoren zu befürworten und mich auch gegen die Laufzeitverlängerung ausgesprochen. Das entspricht inhaltlich dem Standpunkt der Protestbewegung. Aber drumherum habe ich zum einen eine andere Wortwahl als diese Bewegung benutzt, zum anderen habe ich Aspekte der Bewegung und ihres Verhaltens kritisiert.</p>
<p style="text-align:justify;">Das hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Kritiker diese Stellungnahme völlig übersah oder ignorierte. Bämm&#8230; Gegner der Kernkraftgegner &#8211; &gt; AKW-Bewürworter. Stempel drauf, fertig. Man könnte annehmen, das seien alles nur Leute, die den Artikel gar nicht gelesen haben. Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Die meisten haben ihn tatsächlich ganz gelesen, aber genau dieser Absatz kümmerte sie bewusst oder unbewusst ganz genau gar nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Dies ist eine Schwierigkeit, die in vielerlei Gestalt bei nicht wenigen Kernkraftgegnern auftritt. Man versuche einmal einen Kernkraftgegner darauf hinzuweisen, dass ein Kohlekraftwerk im Normalbetrieb ein vielfaches dessen an Radioaktivtät freisetzt, wie es bei Kerspaltungs-Kraftwerken der Fall ist. Dass es also ein Problem weit über das von ihm kritisierte hinaus gibt. Die Mehrheit wird es im besten Fall einfach nicht ernst nehmen und im schlimmsten Fall ihre Meinung über dich schlagartig ändern. &#8222;Waaaas? Du bist Pro-Atomkraft?!&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Eine Bewegung, die so agiert, besteht schnell nur noch aus Schreihälsen und Nachplapperern und nach meinem Empfinden ist ist die Bewegung der Kernkraftgegner sehr kurz davor genau da anzukommen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das ist ein massives Problem nicht nur der Kernkraftgegner. Man kann es in vielen Bereichen sehen, seien es Gentechnik-Kritiker, Chemie-Ablehner, Pharmazie-Bekämpfer oder sonstwas. Es wird erwartet, dass man mitschreit oder man wird niedergeschrien. Nicht einmal die Politik ist davor sicher und ohne Vorsicht kann das auch ein massives Piraten-Problem werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Konstruktive Kritik in vielen Bereichen wird immer schwerer bis unmöglich und in den meisten Bereichen mache ich dramatische Bildungsdefizite dafür mit verantwortlich. Denn was bringt alle Kritik, wenn Menschen nicht dazu in der Lage sind, sie zu verstehen. Und was der Versuch, wenn man nicht dazu in der Lage ist, sie zu artikulieren?</p>
<p style="text-align:justify;">Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziger Naturwissenschaftler negative Kritik an diesem Artikel geübt. Aus dieser Ecke kam vielmehr Lob. Die schärfste und destruktivste Kritik kam von jenen, die für Naturwissenschaften am wenigsten übrig haben. Diese Erfahrung kenne ich auch aus anderen Bereichen und durfte sie selbst auch hier bei meiner Reihe zur Homöopathie schon machen.</p>
<p style="text-align:justify;">Da offenbart sich eine Kluft, die es zu überwinden gilt.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass das einer grundsätzlichen Überarbeitung unseres gesamten Kulturverständnisses bedarf. Vor Jahren, als die Fernsehsendung Big Brother in aller Munde ging ein Aufschrei durchs Land, weil einer der Bewohner nicht wusste, wer Shakespeare war. Keine Sau hätte es gekümmert, hätte er sich entsprechend über Erwin Schrödinger, Richard Feynman oder Stephen Hawking geäußert.</p>
<p style="text-align:justify;">Naturwissenschaften haben in unserer Gesellschaft und unserer Kultur einen katastrophal niedrigen Stellenwert. Vielfach wird sogar der Eindruck erweckt, solches Unverständnis gehöre zum guten Ton. Möchte ein Star oder Sternchen Sympathien sammeln, muss er nur betonen, dass er sich mit Naturwissenschaften oder vor allem Mathematik nicht auskenne. Erst dieser Tage erwischte ich durch Unglück mit der Fernbedienung eine Fernsehsendung auf RTL2, in der irgendeine Schrulle mit nicht nachvollziehbarem Prominenten-Status als Quasi-Selbstverständlichkeit verkündete, nicht zu wissen, was eine Gleichung ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Sofern sich das nicht ändert, wird alles zuvor beschriebene auch weiterhin ein Problem bleiben.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Mehrheit der Kritiker hat den Artikel schlicht nicht verstanden. Das liegt nicht daran, dass sie dafür zu blöd wären. Es liegt auch nicht daran, dass ich zu blöd wäre, zu sagen, was ich meine. Wir haben schlicht und ergreifend quasi verschiedene Sprachen gesprochen. Unter anderem, indem ich Begriffe anders verwendete, als sie. Die schärfste Kritik kam jedoch von jenen, die es überhaupt als Unding ansahen, diese andere Sprache überhaupt zu benutzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Wohin soll ein solcher unangemessener Anspruch auf Deutungshoheit führen?</p>
<p style="text-align:justify;">Was passiert, wenn ein Kind, dass die ganze Zeit zugeplärrt wird mit Kernkraft ist böse Atome sind böse Chemie ist böse und Gene sind böse über genau diese Dinge in der Schule etwas lernen soll, an einem Ort, wo genau diese andere Sprache gesprochen wird? Das ganze noch befeuert durch Medien, die den Eindruck vermitteln, man müsse nicht wissen und durch Protestbewegungen, die meinen, man müsse nur glauben und mitschreien.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn es nicht so traurig wäre müsste ich lachen über einen der Kommentare hier, der sinngemäß bedeutete, die von mir geforderte Aufklärung würde aufklärerischen Idealen widersprechen. Logik ist offenbar auch nicht besonders beliebt.</p>
<p style="text-align:justify;">Was ist Aufklärung?</p>
<p style="text-align:justify;">Kommt schon das mussten wir alle in der Schule lernen. Alles schon vergessen?</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Genau das vermisse ich bei dieser Protestbewegung. Es scheint schon längst nicht mehr um Aufklärung zu gehen. Es geht ihr darum zu Überzeugen, anstatt zu mahnen und zu belehren. Gesucht ist nicht die fundierte Meinung des einzelnen, sondern die Masse der Nachplapperer und Mitschreier. Echte Aufklärung ist zu mühsam, da es überall an fundamentalem Basiswissen fehlt. Und an allen Ecken und Enden bekommen wir vermittelt, dass dieses Wissen auch gar nicht nötig ist. So hantiert die Bewegung mit Zahlenspielereien und Risiko-Bewertungen, die kaum ein Mensch versteht. Es scheint egal zu sein. Die Menschen müssen ja gar nicht verstehen. Sie müssen nur glauben.</p>
<p style="text-align:justify;">Das mag man nicht als Problem empfinden. Das mag man vielleicht nichtmal wahrnehmen. Aber es ist mein Eindruck und mit diesem bin ich nicht allein.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist an der Zeit, das zu ändern.</p>
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